„Hallo Costa Rica“ oder besser gesagt „Zeit zu schreiben“

Viel zu lange ist es nun her, als ich meinen letzten Post in die unendlichen Weiten des Internets abgesetzt habe. Ich muss gestehen, dass ich tatsächlich oft einfach nicht mehr die Lust zu schreiben hatte weil auch einfach soviel zu tun war. In der letzten Probewoche in Berlin wurde nochmal alles wiederholt und angeschnitten. Teilweise fühlte ich mich etwas deplatziert weil ich mir einfach die Choreographien bzw. gewisse Tanzschritte einfach nicht merke. Wie Dominik – ein Kollege und mittlerweile guter Freund – letztens anmerkte, sind wir beide wohl einfach „Bewegungslegastheniker“. Tatsächlich gab es jedoch Momente wo ich am liebsten alles hin geschmissen hätte, weil ich mich einfach über mich selbst – auf Grund meiner Unsicherheit – so sehr geärgert hab. Aber mit großer Hilfe von Isabella klappt es langsam. Ja, stellt euch vor es gibt sogar Filmaufnahmen wo ich mit Isabella in der Crewbar tanze. Mittlerweile sind wir eine kleine Gruppe von vier Leuten. Wir haben uns zum Spaß selbst geadelt und haben nun das Haus Habsburg-Hohenzollern gegründet. Alle Bilder von uns gibt es auf Facebook und Instagram unter dem Hashtag #habsburghohenzollern zu sehen.

Apropos Crewbar, die Mein Schiff 6 ist wirklich ein schönes Schiff. Es ist riesig und in den ersten Tagen war es garnicht so leicht etwas zu finden. Die Korridore ähneln sich frappierend und so kam es dann schon mal vor, dass ich etwas umherirrte. Mittlerweile finde ich mich gut zurecht. Die Besatzung ist wirklich sehr nett und man fühlt sich wie einer großen internationalen Familie angehörig. Auch wenn ich etwas introvertiert bin und etwas brauche um aufzutauen – so finde ich es hier recht schön und es ist das erste Mal seit langer Zeit ein Job der mir von Beginn an wirklich Spaß macht. Und unser Captain hat eine gewisse optische Ähnlichkeit mit Captain Jean-Luc Picard aus „Star Trek: The next Generation“. Tja, auch hier hab ich so meine „Nerd“ Momente.

Die ersten beiden Wochen auf der Mein Schiff 6 bestanden aus sehr vielen Sicherheitstrainings sowie Proben. Proben im Theater oder aber auch am Pooldeck. Ich durfte bereits für zwei Hochzeiten singen und ebenso war ich bereits eingeteilt für den Check-In und durfte die Gäste an Bord Willkommen heißen. Also gesamt gesehen ein doch sehr straffes Programm. In den ersten Tagen litt ich unter Seekrankheit. Dies ging soweit, dass ich während einer Probe zusammengeklappt bin. Das war mir ziemlich peinlich, jedoch mittlerweile bekomme ich es in den Griff. Das Bordleben selbst ist in Ordnung. Man grüßt sich, man quatscht in der Crewbar oder im Coffeeshop ein wenig und geht dann wieder seiner Wege bzw. den täglichen Aufgaben nach und man ist doch sehr ziemlich herzlich miteinander. Beispielsweise werden auch gemeinsame Ausflüge auf dem Festland geplant, heute beispielsweise waren wir in Puerto Limon (Costa Rica) und haben eine Auffangstation für Faultiere besucht. Wirklich toll.

Da ich nicht weiß, wann ich wieder schreiben kann folgt einfach meinem Instagram Channel, hier gibts öfter mal Neuigkeiten.

Erkenntnis des Tages: „Hier bin ich fürs erste richtig.“