Zweite Probenwoche vorüber

Was für eine Woche. Ich wusste natürlich, dass es anstrengend und stressig wird aber es ist genau das eingetreten was ich befürchtet hab. Es kommt zu diversen Choreographien und ich bin grottenschlecht darin. Ich liebe es zu singen und/oder Rollen zu spielen aber wenn es ums Tanzen und Choreographien geht, dann war ich schon immer sehr schlecht darin. Mir fehlt einfach das Rhytmusgefühl, welches ich eigentlich als Sänger haben müsste. Aber nach einem Rhytmus zu singen und/oder zu tanzen sind dann doch gleich wieder zwei paar andere Schuhe – zumindest für mich.

Im gesamten gesehen fühle ich mich aber sehr wohl. Ich hab tolle Kollegen, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auch die Regisseure, Coaches und die Choreographin haben wirklich Geduld mit mir und helfen mir sehr mich nicht komplett zum Affen zu machen ;-).

Berlin selbst ist zur Zeit hauptsächlich Grau in Grau. War es zuvor sehr kalt und auch verschneit, wird es langsam wärmer. Das inspiriert mich sogar an meinem eigenen Soloprogramm für das Schiff zu schreiben. Tatsächlich kann ich nun das umsetzen was ich immer umsetzen wollte bevor ich überhaupt darüber nachdachte ein Buch über meinen Weg zu schreiben. Ich schreibe an meinem eigenen Kabarett zum Weg und im Moment sieht es so aus, als könnte ich es genauso so umsetzen wie ich es mir immer vorgestellt habe. Aber mal sehen, im Moment bin ich mit dem Skript noch nicht mal fertig von daher hoffe ich erstmal, dass ich rechtzeitig fertig werde.

Heute – sowie auch in den letzten Tagen und Wochen zuvor – hab ich den ganzen Tag gelernt und wiederholt. Songs gesungen, die diversen Stimmen geübt, Szenen gespielt und Fehler korrigiert. Und weil ich auch eine Rolle in einem Stück über die „Comedian Harmonists“ spiele, musste ich auch meinen Bart abrasieren. Mich nun ohne Bart zu sehen ist wirklich ungewöhnlich – und meiner Meinung nach sieht es hässlich aus – aber das bringt der Job so mit sich. Bis Ende Juni wird das erstmal so bleiben.

Erkenntnis des Tages: Es geht zwar mühselig voran, aber es geht voran.